Die breite Zustimmung (lediglich 2 Enthaltungen) für eine Weiternutzung des Waldhofes über alle Fraktionen hinweg war ein deutliches Zeichen des Kreistages und seiner Mitglieder für die Kinder und Jugendarbeit in Oberhavel. Aus Sicht des Vereins war das Abstimmungsergebnis fast zweitrangig. Viel wichtiger: Die Einigkeit des Kreistages zur Bedeutung des Waldhofes für die Kinder in Oberhavel ließ nur in Detailfragen Diskussion aufflammen - die Kreistagsmitglieder bestätigten sich eher gegenseitig in ihren Interpretationen des fraktionsübergreifenden Beschlusses. Die grundlegenden Ziele des Vereins wurden von den Abgeordneten geteilt: Der Waldhof soll – wie vor der Umnutzung als Asylunterkunft – wieder ein Ort für alle Kinder und Jugendlichen werden, der Landkreis Oberhavel soll nicht nur Eigentümer sondern auch Träger bleiben und ein Konzept (vorrangig) für Kinder- und Jugendbildung soll die Grundlage für die Zukunft darstellen. Das Wirtschaftlichkeit bei den Überlegungen ein Thema sein muss ist nicht nur wichtig, sondern auch fair gegenüber anderen Projekten des Landkreises. Aber auch hier bestand Einigkeit, dass eine „schwarze Null“ in der Kinder- und Jugendarbeit kein K.O.-Kriterium sein kann und dass bei Investitionen in die Jüngsten und damit die Zukunft des Landkreises andere Dinge im Vordergrund stehen müssen. Die Verwaltung des Landkreises wurde vom Kreistag aufgerufen, jetzt ein Konzept für die zukünftige Nutzung des Waldhofes vorzulegen und dabei auch die langjährigen Erfahrungen des Fördervereins zu berücksichtigen und diesen eng mit einzubinden. „Der Waldhof kann und muss besser werden. Es sollen mehr Kinder aus Oberhavel dorthin fahren. Auch für die Wintermonate müssen attraktive Angebote entwickelt werden um Leerstand zu vermeiden“ - Diesen Worten von Landrat Ludger Weskamp schließt sich der Fördervereien gern an und steht bereit seinen Beitrag zu leisten diese und weitere Ziele zu erfüllen. Zuversicht macht sich breit, dass im Waldhof bald wieder Kinderlachen zu hören sein wird.

Petra Hesse, Wolfgang Fiedler, Rafael Noster

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